Preisfrage der Zürcher Landeskirche stösst auf grosses Echo

Auf ihre Preisfrage zum Reformationsjubiläum «Was fehlt, wenn Gott fehlt?» hat die Reformierte Kirche Kanton Zürich 362 Einsendungen erhalten. Die künstlerischen Beiträge reichen von Comics über Poetry-Slam-Texte bis zu Theaterstücken.


«Was fehlt, wenn Gott fehlt?» –  so lautete eine mit 5’000 Franken dotierte Preisfrage, welche die Zürcher Landeskirche im vergangenen Jahr anlässlich des Reformationsjubiläums ausschrieb. Mit dem Wettbewerb wollte sie die Menschen dazu auffordern, «mutig und radikal» über Gott nachzudenken und neue Bilder und eine neue Sprache für ihn zu finden.

Grosse Vielfalt

Die Frage ist offenbar auf grosses Interesse gestossen. Wie die Landeskirche am 25. Januar mitteilt, haben bis Jahresende 362 Personen aus allen Altersklassen ihre künstlerischen Beiträge eingereicht, darunter Gedichte, Essays, Comics, Liedtexte und Kartensets. Die grosse Anzahl habe überrascht und erfreut, schreibt die Landeskirche.

Bis Ende März soll nun von einer fünfköpfigen Jury der Gewinner-Beitrag ermittelt werden. In der Jury sitzen die Kulturvermittlerin Eva Fischlin, die Literaturkritikerin Sieglinde Geisel, der Slampoet Andreas Kessler, der Zürcher Kirchenrat Thomas Platz-Lutz sowie die Rapperin Franziska Schläpfer. Die Preisverleihung und eine Vernissage mit der Publikation der besten Beiträge soll Mitte September stattfinden. (no)