Migration

Rund 200 Migranten aus Ärmelkanal gerettet

Vor der nordfranzösischen Küste sind vier überladene Flüchtlingsboote in Seenot geraten. Ein Mensch kam dabei ums Leben, teilte die französische Meerespräfektur mit.

Französische Seenothelfer haben 192 Migranten aus dem Ärmelkanal gerettet, die bei der versuchten Überfahrt nach Grossbritannien Schiffbruch erlitten hatten. Die Menschen wurden in die Häfen von Dunkerque und Boulogne-sur-Mer gebracht. Weitere Migranten lehnten die Hilfe der französischen Rettungsschiffe ab und setzten die Fahrt mit ihren angeschlagenen Booten Richtung Grossbritannien fort, wie es in einer Mitteilung der französischen Meerespräfektur hiess.

In grosser Zahl überqueren Migranten seit Jahren von Nordfrankreich aus den Ärmelkanal, um Grossbritannien zu erreichen. Grossbritannien versucht seit Längerem, die Migration über den Ärmelkanal mit französischer Hilfe einzudämmen und zahlt dafür Millionensummen an Paris.

Knapp 37'000 Menschen gelangten nach britischen Angaben im vergangenen Jahr in kleinen Booten über den Ärmelkanal. Mindestens 72 Menschen kamen laut den französischen Behörden beim Versuch der Überfahrt ums Leben, über 6300 wurden durch französische Einsatzkräfte vor dem Tod im Meer bewahrt. (sda/ pef)

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