Migration
Die tödliche Flucht vor Krieg und Armut
Menschen, die vor gewaltsamen Konflikten und Armut fliehen, riskieren häufig ihr Leben. Seit 2014 sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 52'000 Menschen auf ihrer Flucht ums Leben gekommen. Das seien fast drei Viertel aller weltweit in diesem Zeitraum registrierten Todesfälle von Migrantinnen und Migranten, teilte die IOM mit. Mehr als 39'000 Menschen davon seien in Krisengebieten gestorben.
Die IOM-Generaldirektorin Amy Pope rief die Länder dazu auf, «legale und geordnete Routen zu schaffen, sodass kein Menschenleben mehr gefährdet ist». Zu den Brennpunkten gehöre Afghanistan, wo über 5000 Menschen auf der Flucht ums Leben gekommen seien. Weiter seien 3100 geflüchtete Rohingya aus Myanmar gestorben, viele davon bei Schiffbrüchen oder bei der Überfahrt nach Bangladesch.
Die sogenannte zentrale Mittelmeerroute sei mit fast 25'000 Menschen, die auf See ums Leben gekommen seien, nach wie vor der gefährlichste Migrationsweg weltweit. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Genf. (epd/ pef)