Myanmar

UN-Hilfswerk ruft die Not der vertriebenen Rohingya in Erinnerung

Angesichts der Mittelkürzungen für die humanitäre Hilfe müssen die Vereinten Nationen sparen. Unter den Streichungen leiden auch die Rohingya: Hunderttausende von ihnen wurden vor knapp neuen Jahren Opfer von Massenvertreibungen aus Myanmar.

Das Hilfswerk UNHCR hat zur weiteren Unterstützung der 1,2 Millionen Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch aufgerufen. Die Welt dürfe die Not leidenden Menschen nicht vergessen, betonte das UNHCR angesichts von Mittelkürzungen in der internationalen humanitären Hilfe in Genf.

Vor knapp neun Jahren, im August 2017, seien rund 750'000 muslimische Rohingya aus dem buddhistisch geprägten Myanmar vertrieben worden. Schon in den Jahrzehnten vorher hätten viele Rohingya aus Myanmar flüchten müssen. Die meisten von ihnen harrten nun in Camps in der Stadt Cox s Bazar in Bangladesch aus.

Im vergangenen Monat hätten die UN in Bangladesch in Abstimmung mit der dortigen Regierung internationale Mittel in Höhe von 710 Millionen US-Dollar gefordert, um Rohingya-Flüchtlinge und lokale Aufnahmegemeinden zu unterstützen. Trotz wachsender Bedürfnisse der betroffenen Kinder, Frauen und Männer liege der geforderte Betrag um 26 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die USA unter Präsident Donald Trump und andere vermögende Länder haben in jüngster Zeit die Zahlungen für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit teilweise stark gekürzt. Die UN und Partner müssen deshalb die Hilfen für Opfer von Kriegen, Naturkatastrophen und Klimaschocks herunterfahren. (epd/ gab)

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