Religionsführer beten in Jerusalem gegen Corona

Verschiedene Religionsführer haben angesichts der Corona-Krise ein selbst geschriebenes Gebet vorgetragen. Doch auch gegen den zunehmenden Antisemitismus und Rassismus wollten sie ein Zeichen setzen.


Die beiden israelischen Chefrabbiner, der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III., der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa, zwei muslimische Vertreter und der spirituelle Führer der Drusen, Scheich Mowafak Tarif, sprachen in Jerusalem ein selbst geschriebenes Gebet, wie in einer Live-Übertragung im Netz zu sehen war. Es wurde auf Hebräisch und Englisch gebetet.

«Angesichts des zunehmenden Antisemitismus und Rassismus in verschiedenen Teilen der Welt kommen religiöse Führer aller Religionen in Israel zu einem vereinten Gebet zusammen», hatte es zuvor in einer Mitteilung geheissen.

Gut 14’000 Menschen in Israel infiziert

Die Drusen haben sich Anfang des 11. Jahrhunderts vom Islam abgespalten und siedeln heute vor allem in Syrien, Israel, Jordanien und im Libanon. Ihre religiösen Bräuche und Gebote sind weitgehend geheim. Die Drusen verhalten sich loyal zu den Staaten, in denen sie leben, und dienen auch in Israel in der Armee.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 14’326 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 4961 sind wieder genesen. 187 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. (sda/bat)