Auf einer zweitägigen Konferenz zur Unterstützung Jerusalems in Ägypten äusserte sich Olav Fykse Tveit zum Status der Stadt. Jerusalem werde von Christen, Juden und Moslems gleichermassen als heilig angesehen und «innig geliebt». Diese tiefe Verbundenheit müsse in jeden Lösungsansatz einbezogen werden, so der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gemäss einer Medienmitteilung. «Jerusalem ist eine Stadt mit drei Religionen und zwei Völkern und muss dies auch bleiben.» Die Zukunft müsse eine gemeinsame sein.
Reaktion auf Donald Trump
An der Konferenz vom 17. und 18. Januar in Kairo nehmen namhafte Vertreter der Region und der ganzen Welt teil, darunter Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche Tawadros II oder Ahmed Abul Gheit, der Generalsekretär der Arabischen Liga.
Tveit dankte den Organisatoren für das Treffen «zur rechten Zeit». Damit sprach er die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern an, die durch Äusserungen Donald Trumps ausgelöst worden waren. Im Dezember hatte der US-Präsident angekündigt, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen und die amerikanische Botschaft dorthin zu verlegen. Dies führte zu Ausschreitungen und internationaler Kritik.
In Kairo sagte Tveit dazu, Trumps Äusserungen seien «kein Beitrag zur Lösung der Probleme, sondern ein zusätzliches Hindernis auf dem Weg zu einem gerechten Frieden». (vbu)