Synode Aargau

Reformprozess bekräftigt

Deutlich stimmte die Aargauer Synode zentralen Reformvorlagen zu. Das Budget sieht ein Defizit vor und der Finanzplan weitreichende Sparziele. Beides haben die Synodalen genehmigt.

Diskussionslos hat die Synode der Reformierten Kirche Aargau das Budget 2026 mit einem Defizit von rund 116 000 Franken und einem unveränderten Zentralkassenbeitrag von 2,3 Prozent verabschiedet. Auch dem Finanzplan 2026-2029, der weitreichende Sparziele beinhaltet, stimmte sie zu.

Im Rahmen des laufenden Reformprozesses in der Aargauer Landeskirche kamen zwei Vorlagen zur Abstimmung, wie es in einer Mitteilung heisst. Nach einer längeren Diskussion und zwei Änderungsanträgen habe die Synode der Einführung von Mindestkriterien für autonome Kirchgemeinden und erweiterten Interventionsmöglichkeiten des Kirchenrats deutlich zugestimmt.

Zukünftig solle damit jede Kirchgemeinde grundsätzlich über mindestens eine halbe Pfarrstelle verfügen und ein positives oder sanierungsfähiges Eigenkapital aufweisen. Damit sollen ein vielfältiges Gemeindeleben und die Handlungsfähigkeit der Kirchgemeinden gesichert werden, wie es weiter heisst. Würden diese beiden Kriterien nicht erreicht, erhalte der Kirchenrat vielfältige Interventionsmöglichkeiten – vom Einblick in den Finanzplan bis hin zu einer möglichen Auflösung illiquider Kirchgemeinden.

Weiter stimmte die Synode dem Grundsatzentscheid zu, dass kirchliche Handlungen wie Taufen, Trauungen, Abdankungen, Unterricht oder Konfirmationen für Mitglieder unentgeltlichsein sollen, auch wenn sie ausserhalb der eigenen Kirchgemeinde in Anspruch genommen werden.  (dst)

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