Die vom Kirchenrat beantragte Lohndifferenzierung zwischen katechetischem Personal mit und ohne Lehrerpatent wurde von der Synode als Zweiklassensystem abgelehnt. Susanne Meyer forderte «gleichen Lohn für gleiche Arbeit» und deshalb die Streichung eines Zuschlags. Frank Sachweh wiederum beantragte, den Zuschlag von 200 Franken allen zu gewähren, und konnte sich damit durchsetzen. Auch sonst dominierten Vorlagen rund ums Geld.
Entschieden wurden Änderungen im Einreihungsplan der Lohnklassen für Mitglieder des Kirchenrates, Fachstellen und ordinierte Diakone sowie eine Zulage für den Kirchenratspräsidenten. Die Entschädigungsverordnung wurde überarbeitet, der Finanzausgleich modifiziert und eine Beitragserhöhung an Heks von 10 000 Franken gut geheissen. Schliesslich konnte ein ausgeglichenes Budget von rund 5,73 Mio. Franken verabschiedet werden.
Lochers Appell
Kirchenbundpräsident Gottfried Locher warb für eine Kirche auf allen Ebenen: Ortsgemeinde, Landeskirche, Kirchenbund. «Langfristig braucht es neue Ideen für Kirchesein.» Bei der neuen SEK-Verfassung gehe es um die Frage: «Wie viel Einheit, wie viel Vielfalt wollen wir?» Locher appellierte: «Schaut den Kirchenbund als Teil eurer Gemeinde an, nicht als einen Dachverband.»
Im Weiteren hat die Synode am Montag, 24. November beschlossen, die Ombudsstelle erneut auszuschreiben und im Juni 2015 durch Wahl in der Synode zu besetzen. Im Geschäftsreglement der Synode wurden diverse Änderungen sowie eine Erhöhung der Stellendotation des Kirchenrates um fünf Prozent beschlossen. Ausserdem soll der Bodenseekirchentag 2016 personell und finanziell unterstützt werden.
Einsetzung von drei kantonalkirchlichen Beauftragten
Im Synodegottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Frauenfeld wurden Christine del Torchio, Fachstelle Kindergottesdienst, Monika Pallmann, Fachstelle Beratung und Fachaufsicht Religionsunterricht, sowie Pfarrer Timo Garte, Seelsorger für Asylsuchende im Empfangs-und Verfahrenszentrum Kreuzlingen, in ihr neues Amt eingesetzt (siehe Bild).