Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Die Kirche soll in Bewegung bleiben

Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat einen Kredit in der Höhe von 3,5 Millionen Franken bewilligt, um innovative Projekte zu fördern. Damit geht das Projekt «Kirche in Bewegung» in die zweite Phase.

Mit ihren klassischen Angeboten erreicht die Kirche immer weniger Leute. Aus diesem Grund hat die Synode der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn (refbejuso) bereits 2021 einen Fonds ins Leben gerufen, um kreative und neuartige Ausdrucksformen von kirchlichem Leben zu unterstützen.

Entstanden sind beispielsweise eine Kaffeebar und ein Coworking-Space im alten Pfarrhaus von Muri, eine mobile Kirche im Jura oder ein Integrations- und Beratungsprojekt für Flüchtlinge in Burgdorf. Entwickelt werden die Projekte an der Basis.

Gewinn kein Anlass zur Freude

Die Jahresrechnung 2023 der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (refbejuso) schliesst mit einem Überschuss von 3,5 Millionen Franken – budgetiert war ein Defizit von über 600’000 Franken. Wie refbejuso in einer Medienmitteilung festhält, handelt es sich jedoch nicht um einen Grund zur Freude. Der Überschuss sei vor allem auf unbesetzte Pfarrstellen und reduzierte Pensen zurückzuführen, also auf den akuten Personalmangel. Die Synodalen haben die Rechnung laut Mediensprecher Markus Dütschler mit 157 zu einer Stimme angenommen. (pef)

Nun geht die Synode einen Schritt weiter, wie es in einer Medienmitteilung von refbejuso heisst. Sie hat einstimmig einen weiteren Kredit in der Höhe von 3,5 Millionen Franken bewilligt, um rund zehn Projekte über einen Zeitraum von drei Jahren zu finanzieren. Die Synodalen betonen, dass es wichtig sei, zu experimentieren und Neues auszuprobieren – auch wenn nicht jede Idee zum Erfolg führe. (pef)