Synode Zürich
«Das RefLab ist heute ein Leuchtturmprojekt»
Das RefLab bezeichnet sich selbst als digitales Lagerfeuer für spirituelle Nomadinnen und Nomaden. Bis vor kurzem wurde das RefLab als Projekt bezeichnet. Das war der Auslöser einiger Fragen an den Kirchenrat (ref.ch berichtete). Fabio Wüst fragte nach den konkreten Bedingungen für das Projekt, der Verbundenheit mit der reformierte Kirchengemeinschaft und dem Bezug des RefLab-Publikums zur Landeskirche.
Kirchenrat Andrea Marco Bianca beantwortete die Fragen im Rahmen der Synode der Zürcher Landeskirche. Seinen Worten nach ist das RefLab zwar ein Projekt, aber nicht im zeitlichen Sinn, sondern in Bezug auf das Erreichen eines Ziels: Dem Etablieren einer digitalen Form von Kirche. «2019 war es ein Pionierprojekt und heute ist es ein Leuchtturmprojekt», sagte Bianca. Bislang hat laut Bianca ein Team mit 500 Stellenprozenten und einem Budget von 900'000 Franken das Projekt am Laufen gehalten. 2025 sollen es etwas mehr Stellenprozente und Geld sein, weil das Marketing mehr Aufwand verursache.
Das Geld hält Bianca für gut investiert. An der Synode führte er aus, der Podcast werde 80'000 Mal pro Monat gestreamt und 80 Prozent der Hörerinnen und Hörer blieben bis zum Ende der Folge dabei. «Auf Instagram folgen 15'000 Menschen dem RefLab. Sie sind im Segment von 25 bis 40 Jahren – wo haben wir das sonst?», fragte er. Ausserdem hätten vier von zehn Followerinnen keinen weiteren Kontakt zur Kirche.
Die Verbundenheit des Reflab zur Kirche sei deutlich, meinte Bianca, sie werde auf der Website deklariert. Ausserdem handelten die Beiträge «sehr oft von reformierter Theologie». Der Kirchenrat ergänzte: «Ob sie modern, postmodern, postevangelikal, liberal oder wie auch immer ausgerichtet sind, kann man an einem anderen Ort diskutieren.» Das RefLab wird auf seiner Website neu übrigens nicht mehr als Projekt bezeichnet, sondern als Initiative. (dst)