Schweiz
Rat der Religionen verurteilt Terroranschlag in Sydney
Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) zeigt sich in einer Mitteilung «zutiefst betroffen» vom Terroranschlag im australischen Sydney. Jüdische Gläubige waren während einer Chanukka-Feier am Bondi Beach von Anhängern des Islamischen Staats ermordert und verletzt worden (ref.ch berichtete).
Den Opfern, Angehörigen und der jüdischen Gemeinschaft spreche man tiefe Anteilnahme, religiöse Verbundenheit und uneingeschränkte Solidarität aus.
Der SCR stehe geschlossen gegen jede Form religiös motivierten Hasses. Sei es Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder die Abwertung anderer Glaubensgemeinschaften. «Wir lassen nicht zu, dass Religion zur Spaltung der Gesellschaft missbraucht wird.»
Niemals dürfe Religion als Vorwand dienen, um Menschen zu bedrohen, auszugrenzen oder zu verletzen. «Im Gegenteil: Aus unseren religiösen Traditionen heraus fühlen wir uns verpflichtet, das Leben zu achten, die Würde jedes Menschen zu schützen und aktiv zum Frieden beizutragen.»
Der SCR hebt besonders die «beherzten Taten» eines muslimischen Australiers und eines jüdischen australischen Ehepaars hervor, die versuchten, andere während des Angriffs zu schützen. Dies sieht der SCR als Zeichen der Hoffnung und als Beleg dafür, dass religiöse Gemeinschaften gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden einstehen können.
Der SCR besteht aus Vertretern verschiedener Schweizer Religionsgemeinschaften. Seit Herbst 2024 hat Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, den Ratsvorsitz inne. (gab)