Corona-Pandemie

Rat der Religionen macht sich für Impfung stark

Der Schweizerische Rat der Religionen ruft seine Mitglieder dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Um die Pandemie zu besiegen, müssten alle Verantwortung übernehmen.

Die Impfung gegen das Coronavirus droht die Schweiz zu spalten. Klare Haltung zeigt nun der Schweizerische Rat der Religionen. In einer Mitteilung mit dem Titel «Niemand hat ein Recht andere anzustecken» vom
13. September fordert er seine Mitglieder dazu auf, sich impfen zu lassen.

Der Rat sehe die steigenden Fallzahlen und Hospitalisationen mit Sorge und wolle zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Deshalb spreche er sich für wirksame Schutzmassnahmen bei den eigenen Mitgliedern aus. Die Impfung helfe, schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu reduzieren sowie die Gesundheitsversorgung der Gesellschaft sicherzustellen. Auch trage sie dazu bei, die negativen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung.

Darin bekräftigt der Rat zudem, dass die Impfung mit dem Glauben und den Religionen vereinbar sei. «Der Glaube steht für die Erhaltung der Gesundheit des Menschen, für die Achtung des Gemeinwohls, auch wenn die Rechte der Einzelnen immer respektiert werden sollten. Vorrang hat aber stets die Nächstenliebe», schreibt das Gremium.

Der Schweizerische Rat der Religionen versteht sich als Verständigungsplattform zwischen den Religionen. Ihm gehören leitende Persönlichkeiten aus verschiedenen Religionsgemeinschaften an. Die Reformierten sind durch Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, im Rat vertreten. (no)