Covid-19

ÖRK ermutigt Christen zu Impfung

Impfen sei nötig, findet der Weltkirchenrat (ÖRK). Er hat deshalb sogenannte «Impf-Champions» ernannt, die für die Impfung werben sollen.

Eine Immunisierung gegen Covid-19 sei eine Frage des Selbstschutzes und der Solidarität, sagte der Präsident des Weltkirchenrates für Europa, Anders Wejryd, am 28. April während einer Videokonferenz in Genf. Deshalb ermutigt der Weltkirchenrat Christen in aller Welt zu einer Impfung gegen das Virus.

Der emeritierte schwedische Erzbischof ist einer von acht «Impf-Champions» des Ökumenischen Rates der Kirchen, die für das Verabreichen von Vakzinen werben. Wejryd erinnerte an einen alten Grundsatz über das Verhalten in sozialen Situationen. «Was du nicht willst das man dir tu' das füg' auch keinem andern zu», sagte Wejryd. Er betonte, dass er selbst sich nicht mit Covid-19 infizieren wolle und alles tun wolle, um nicht andere Menschen zu infizieren.

Einsatz von Religionsführern

Der amtierende ÖRK-Generalsekretär, Ioan Sauca, betonte, dass sich Führungspersönlichkeiten aller Religionen für das Impfen gegen Covid-19 einsetzen sollten. Es sei eine moralische Verpflichtung Gerüchten und Mythen über die Vakzine entgegenzutreten. Aus Perspektive der Medizin, der Ethik und der Menschenrechte seien Impfungen geboten. Der ÖRK kritisierte auch die ungleiche Verteilung der Impfstoffe gegen Covid-19 zwischen armen und reichen Ländern. Alle Menschen müssten einen gleichen Zugang zu den Vakzinen haben.

Neben Wejryd ernannte der ÖRK sieben weitere Impfchampions, die in den grossen Weltregionen für die Immunisierung werben. Der ÖRK beteiligt sich an einer globalen Kampagne des Kinderhilfswerks Unicef mit rund 300 Impfchampions. Die Weltimmunisierungswoche von Unicef, die noch bis zum 30. April dauert, steht in diesem Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie. Im ÖRK sind 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen. (epd/mos)