Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz

Rat bekräftigt Ja zum Klimaschutz

Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) befürwortet den indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative. Der Klimaschutz sei auch Teil der christlichen Agenda.

Angesichts der akuten Bedrohung durch den menschengemachten Klimawandel brauche es einen wirksamen gesetzlichen Rahmen, schreibt der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in einer Mitteilung vom 12. Januar. Er unterstützt damit den indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative.

Die Exekutive verweist in der Mitteilung auf die Stellungnahme «Warum Nachhaltigkeit auch ein Thema für die Kirchen ist». Darin führt der Rat Argumente für den Klimaschutz aus biblischer Perspektive auf. «Die Welt als Schöpfung zu betrachten bedeutet, sie nicht bloss als Umwelt, sondern als Mitwelt empfangen zu haben. Das Merkmal der Geschöpflichkeit macht alles Lebendige gleich», heisst es.

Aus kirchlicher Sicht gehe es darum, die Natur nicht bloss als Material für die menschliche Handlungsmacht zu sehen. Der christlichen Perspektive entspreche vielmehr eine Haltung der Dankbarkeit. Der damit verbundene Respekt gegenüber der Natur komme im indirekten Gegenvorschlag zum Ausdruck.

Die sogenannte Gletscher-Initiative wurde im November 2019 eingereicht. Im Sommer 2022 hat der Nationalrat einen indirekten Gegenvorschlag angenommen. Dieser sieht vor, dass bis 2050 das Klimaziel «Netto Null» erreicht werden muss. Dagegen hat die SVP das Referendum ergriffen. Laut Angaben der Partei sind die nötigen Unterschriften bereits zusammengekommen. Das Schweizer Stimmvolk wird voraussichtlich am 18. Juni über die Vorlage abstimmen. (no)