EKS engagiert sich im Klimaschutz

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS unternimmt konkrete Schritte für den Klimaschutz. Dazu gehören Massnahmen wie der Verzicht auf Wasser aus Flaschen.


Angestossen hat das praktische Engagement für das Klima eine Interpellation der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Daraufhin wurde ein Ratsressort geschaffen, das sich speziell für die Bewahrung der Schöpfung einsetzt. Dieser Auftrag ist in der neuen Verfassung der EKS festgehalten.

Nun hat der Rat Umweltleitlinien für die Geschäftsstelle genehmigt, wie es in einer Medienmitteilung vom 3. September heisst. Darin ist zum Beispiel festgehalten, dass die EKS Ressourcen schonen will. Das bedeutet, dass die Energie möglichst aus erneuerbaren Quellen stammen soll und umweltfreundliche Produkte bevorzugt werden. Auch dem Foodwaste soll vorgebeugt werden. Weiter will man den Energieverbrauch senken und Abfälle wenn möglich vermeiden. Dazu seien schon konkrete Massnahmen getroffen worden.

Leitungswasser statt Flaschenwasser

Zudem ist die EKS dem Netzwerk «Blue Community» beigetreten. Die beteiligten Organisationen wollen verantwortungsvoll mit Wasser umgehen, indem sie das Trinken von Leitungswasser fördern. Diesem Netzwerk gehören auch viele weitere Organisationen und Kirchgemeinden in der Schweiz an (unter anderem der Ökumenische Rat der Kirchen ÖRK und das Heks).

Für die Geschäftsstelle hat die EKS auch den Zertifizierungsprozess für den «Grünen Güggel» eingeleitet. Das von «oeku Kirche und Umwelt» eingeführte Umweltmanagementsystem hilft Gemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung. Es dient der Optimierung des Ressourcenverbrauchs und soll  Betriebskosten sparen.

«Symbolischer Charakter»

Weitere Massnahmen werden in der EKS zurzeit diskutiert, wie eine verstärkte Unterstützung von «oeku Kirche und Umwelt» und die Durchführung CO₂-armer Synoden. «All diese Massnahmen haben an sich einen bescheidenen Effekt, genauer gesagt, nur symbolischen Charakter. Aber sie bringen zeichenhaft und ganz konkret die Sorge der Kirchen hinsichtlich ihrer Verantwortung und ihres Einsatzes für die Bewahrung der Schöpfung zum Ausdruck», sagt Pierre-Philippe Blaser vom Rat EKS.

Ausserdem werde die Liturgiebeauftragte der EKS in einer Arbeitsgruppe von «oeku Kirche und Umwelt» mitarbeiten. Diese Gruppe erstellt das liturgische Material zur Schöpfungszeit für die Kirchgemeinden. (mos)