Präsident von «Marsch fürs Läbe» tritt zurück

Daniel Regli legt sein Amt als Präsident des Vereins «Marsch fürs Läbe» nieder. Der Hauptgrund ist seine umstrittene Sicht auf die Corona-Massnahmen. Bereits zuvor hatte Regli aber auch mit schwulenfeindlichen Aussagen für Unmut gesorgt.

Knall bei den Abtreibungsgegnern «Marsch fürs Läbe»: Präsident Daniel Regli hat laut Informationen der «NZZ am Sonntag» seinen Rücktritt per Ende März dieses Jahres erklärt. Der frühere SVP-Gemeinderat hat damit dem Druck des Vorstandes des Vereins nachgegeben.

Dort galt Regli zunehmend als untragbar – unter anderem wegen seiner umstrittenen Sicht auf die Corona-Pandemie. Regli wehrt sich heftig gegen die Massnahmen des Bundes und gibt in den nächsten Tagen ein Buch mit dem Titel «Corona und das verzögerte Sterben» heraus. Dies habe Fragen um die Vereinbarkeit des Amtes als Präsident und den politischen Aktivitäten Reglis aufgeworfen, heisst es in einer Mitteilung vom 1. April.

Mit schwulenfeindlichen Aussagen hatte Regli aber bereits zuvor für Unmut im Verein gesorgt. Im «Marsch fürs Läbe» treten konservative Christen für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen ein. Der geplante Demonstrationszug durch die Stadt Zürich im September diese Jahres ist von den Behörden verboten worden. (sda/no)