Abtreibungsgegner

SEA fordert Rücktritt von «Marsch fürs Läbe»-Präsident

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) kritisiert den Präsidenten von «Marsch fürs Läbe». Sein Engagement gegen die Corona-Politik des Bundes sei nicht akzeptabel.

Die SEA wolle nicht mehr mit dem Abtreibungsgegner-Verein «Marsch fürs Läbe» zusammenarbeiten, wenn Daniel Regli dessen Präsident bleibe. Das meldet «ideaSpektrum» am 21. Oktober. Deshalb fordert die Allianz den Rücktritt von Daniel Regli.

Grund dafür ist Daniel Reglis Kritik an den Corona-Massnahmen der Behörden. So hat er unter anderem ein Bürgerforum mitgegründet, das die Corona-Politik stoppen will. Die Massnahmen hätten der Schweiz «einen unermesslichen sozialen, volkswirtschaftlichen und politischen Schaden zugefügt», wie es auf der Webseite heisst. Man wolle verhindern, «dass man über die Defizite der Corona-Politik Gras wachsen lässt».

Regli schreibt auf dieser Seite weiter: «Zum Glück gibt es Menschen, denen Werte wie Freiheit, Wahrheit und Liebe wichtiger sind als ihr Recht auf Leben.» In einem Interview mit «ideaSpektrum» sagte er zudem: «Um 400 hochbetagten Menschen noch etwas zusätzliche Lebenszeit zu ermöglichen, mutet der Bundesrat also der ganzen Bevölkerung einschneidende Massnahmen und unermessliche Schäden zu. Das ist absolut unverhältnismässig!»

«Eine Grenze erreicht»

Solche Aussagen sind für die SEA nicht akzeptabel. Reglis «widersprüchliche Haltung im Lebensschutz» und dass er sein Engagement für das sogenannte «Bürgerform» gegenüber der Trägerschaft nicht offen kommuniziert habe, seien nicht mit seiner Rolle als «integrative Führungsperson» vereinbar. Deshalb hielt der Vorstand der SEA an seiner Sitzung am Montag fest, dass «eine Grenze erreicht» worden sei. Falls Regli nicht zurücktrete, werde die SEA aus dem Verein zurücktreten.

Weiter sagte die Allianz gegenüber «ideaSpektrum», dass sie das Anliegen von «Marsch fürs Läbe», den Schutz von Leben, unterstütze. Dies treffe auf Ungeborene, aber auch auf kranke, behinderte oder sehr alte Menschen zu.

Der Vorstand von «Marsch fürs Läbe» hat noch keinen Beschluss bekannt gegeben. Auch Daniel Regli gibt laut «ideaSpektrum» zur Forderung der SEA keine Stellungnahme ab. (mos)