Pfuusbus auch während Pandemie gefragt

Die Zürcher Notschlafstelle des Sozialwerks Pfarrer Sieber geht in die Sommerpause. Das Angebot wurde rege genutzt, trotz des Coronavirus. Vorsichtsmassnahmen wurden aber getroffen.

Der Pfuusbus, die Notschlafstelle beim Albisgüetli des Sozialwerks Pfarrer Sieber (SWS), hat im vergangenen Winter 3700 Übernachtungen von 214 verschiedenen Menschen gezählt. Die Auslastung lag bei 72 Prozent, wie aus einer Medienmitteilung vom 16. April hervorgeht. Die Notschlafstelle für obdachlose Wanderarbeiter zählte gut 2400 Übernachtungen von 272 Menschen.

Das SWS bewertet diese Zahlen als «erstaunlich hoch». Sie seien etwa auf dem Vorjahresniveau, und das trotz der Corona-Pandemie. Die Angst vor einer Ansteckung sei offenbar weniger stark gewesen als das Bedürfnis, im Pfuusbus zu übernachten.

Umbau und Tests

Aufgrund der Pandemie wurde der Pfuusbus umgebaut, so wurden Küche, Schlaf- und Aufenthaltsbereiche getrennt. Zudem musste die Anzahl der Betten wegen der Abstandsregeln reduziert werden. Für das Iglu, die Übernachtungsmöglichkeit für Wanderarbeiter, wurde ein neuer Standort gefunden.

Ausserdem wurden Schutzsuchende und Mitarbeiter immer auf erhöhte Temperatur und Coronasymptome getestet. Seit Februar führte das SWS zudem mehr als 700 Schnelltestes durch. Aufgrund dieser Massnahmen wurden elf Personen in die Quarantäne geschickt. (mos)