Kirchenjahr
Weshalb ist Ostern nie am gleichen Datum?
Nach welcher Regel wird das Datum von Ostern bestimmt?
Man ermittelt das Datum in drei Schritten. Man geht vom kalendarischen Frühlingsbeginn am 21. März aus. Dann schaut man, wann der erste Vollmond nach diesem Stichtag ist. Ostern ist am ersten Sonntag nach diesem Vollmond. Daraus ergibt sich, dass Ostern jeweils zwischen dem 22. März und dem 25. April zu liegen kommt.
Was hat Ostern mit dem Vollmond zu tun?
Dafür ist der jüdische Kalender und das Pessachfest verantwortlich. In den Evangelien heisst es, Jesus sei an dem Freitag gestorben, der dem Pessachfest entspreche. Dieses findet im jüdischen Monat Nisan statt, wenn es Vollmond ist. In der Regel beginnen im jüdischen Kalender die Monate mit Neumond.
Weihnachten kann an jedem Wochentag sein. Weshalb ist Ostern immer an einem Sonntag?
Am Konzil von Nizäa im Jahr 325 wurde festgelegt, dass Ostern jeweils am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert wird. So konnte sich das Christentum vom Judentum abgrenzen, ohne das hebräische Pessachfest als Orientierungspunkt zu verlieren.
Wenn die Regel seit 1700 Jahren besteht, weshalb feiern trotzdem nicht alle Christen zur selben Zeit Ostern?
Es ist tatsächlich selten, dass alle Christen gleichzeitig Ostern feiern. 2025 war es wieder einmal so weit. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass die orthodoxe Kirche sich am julianischen Kalender orientiert, die lateinisch geprägte jedoch nach dem gregorianischen Kalender. Dieses Jahr feiern orthodoxe Christen eine Woche später Ostern als wir. Der Abstand kann bis zu fünf Wochen betragen.
Mit sda-Material.