Vereinte Nationen

Noch nie so viele humanitäre Helfer getötet

Im vergangenen Jahr sind 280 humanitäre Helferinnen umgekommen – mehr als die Hälfte im Gaza-Streifen.

Die Vereinten Nationen beklagen das Ausmass an tödlicher Gewalt gegen humanitäre Helferinnen. Im vergangenen Jahr seien 280 Helfer in 33 Ländern getötet worden, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe in Genf mit. Mehr als die Hälfte von ihnen starben, während sie Menschen im Gaza-Streifen unterstützt haben. Im laufenden Jahr wurden bis zum 7. August bereits 172 Helfer getötet.

Niemals zuvor seit Beginn der Erfassung seien so viele Helfer in einem Jahr bei der Ausübung ihres Berufes getötet worden wie 2023, stellten die Vereinten Nationen fest. Die meisten Todesopfer seien nationale Mitarbeiter gewesen. So auch im Gaza-Streifen. Ein Grossteil der in dem Gebiet getöteten Helferinnen starb durch israelische Luftangriffe und stand im Dienst des UN-Hilfswerks für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). 

Auch der Krieg im Sudan und Konflikte im Südsudan hätten dieses und letztes Jahr zur hohen Zahl der Todesopfer beigetragen. (epd/ hz)