Nidwaldner Konflikt um Kirchenzeitung gelöst
Der Kirchenrat der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden und der ehemalige Leiter der «Kirchen-News», Thomas Vaszary, haben sich aussergerichtlich geeinigt, wie es in einer Mitteilung der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden heisst. Im Rahmen einer Schlichtungsverhandlung wurden Vaszary 20'000 Franken zugesprochen. Laut der Mitteilung hatte Vaszary 60'000 Franken gefordert. Die nun erzielte Einigung ist rechtskräftig und kann nicht weitergezogen werden. Damit ist der Arbeitskonflikt zwischen den beiden Parteien beigelegt. (ref.ch berichtete).
Vaszary bedauerte in einer eigenen Medienmitteilung, dass es zu keiner inhaltlichen Aussprache gekommen sei. Der Redaktionsleiter war freigestellt worden, nachdem er entgegen der Weisung des Kirchenrates einen Pro- und einen Kontra-Artikel zur Konzernverantwortungsinitiative hatte publizieren wollen. Der Präsident des Kirchenrats, Wolfgang Gaede sprach deshalb in der Meldung der Kirche von einem «irreparablen Vertrauensverlust». Verschiedene Vermittlungsversuche waren bisher gescheitert.
Aufgrund der Auseinandersetzung lehnten die Kirchenmitglieder an der letzten Versammlung im November 2021 den Voranschlag des Budgets 2022 ab. Sie kritisierten, dass für den Rechtsstreit keine Rückstellungen budgetiert worden waren. Mit der Lösung des Konflikts kann die Kirche nun aber auf die Bildung von Rückstellungen verzichten. Im März soll das Budget deshalb nochmal der Kirchgemeindeversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden. (mos)