Neue Kirchgemeinde Zürich budgetiert eine halbe Million Gewinn

Kurz nach der Annahme der Kirchgemeindeordnung verabschiedet die Kirchgemeinde Zürich ihr erstes Budget. Sie rechnet mit einem Ertrag von 100,2 Millionen.


Bei der neuen Kirchgemeinde Zürich geht es vorwärts. Kurz nach der deutlichen Annahme der Kirchgemeindeordnung am vergangenen Wochenende hat die mit 80’000 Mitgliedern grösste Kirchgemeinde der Schweiz ihr erstes Budget. Die Zentralkirchenpflege des Reformierten Stadtverbands rechnet mit einem fast ausgeglichenen Abschluss.

Sowohl das Budget als auch der Steuerfuss wurden von der Zentralkirchenpflege in deren Sitzung am 28. November einstimmig gutgeheissen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Voranschlag rechnet bei einem Aufwand von 99,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 100,2 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 500’000 Franken. Laut Zentralkirchenpflege sei aufgrund der neuen Strukturen das Budget jedoch noch mit Unsicherheiten behaftet.

Steuerfuss bleibt unverändert

Der Steuerfuss für die evangelisch-reformierten Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen bleibe unverändert bei 10 Prozent der einfachen Staatssteuer. «Vom erwarteten Bruttosteuerertrag von 71,6 Millionen Franken erhält die Kirchgemeinde nach Abzug der Leistungen an die Landeskirche und den Finanzausgleich netto 43,3 Millionen Franken, was 1,3 Millionen Franken unter den für 2018 budgetierten Zahlen liegt», heisst es in der Mitteilung weiter.

Neuer Bürostandort im Kreis 2

Ebenfalls sprach die Zentralkirchenpflege einen Kredit von 290’000 Franken für die Einrichtung eines zentralen Bürostandorts im Kirchenkreis 2 und 130’000 Franken für die umweltgerechte Erneuerung der Beleuchtung in der Kirche St. Jakob am Stauffacher. Ein Legat aus der Kirchgemeinde Paulus in der Höhe von 100’000 Franken wurde für gottesdienstliche und musikalische Aktivitäten im Kirchenkreis sechs bestimmt. (bat)