Mittelmeer

Über 100 Menschen aus Seenot gerettet

Die Crew der «Ocean Viking» hat mehr als 100 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Sie drohten zu ertrinken.

In zwei Einsätzen hat die «Ocean Viking» 101 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet. Zunächst seien 60 Männer, Frauen und Kinder von einem nicht seetüchtigen Schlauchboot geholt worden, teilte die Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée mit.

Fünf der Frauen seien schwanger, vier von zwölf Kindern unbegleitet gewesen. Die Menschen hätten zwei Tage ohne Wasser und Verpflegung auf See verbracht, viele hätten Treibstoffverbrennungen erlitten.

Wenige Stunden später rettete die Crew der «Ocean Viking» den Angaben zufolge 41 weitere Menschen aus einem Schlauchboot, dem schon teilweise Luft gefehlt habe. Unter ihnen seien 16 unbegleitete Minderjährige im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Geretteten hätten von zwei Nächten ohne Essen und Wasser berichtet.

Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Geflüchtete und Migranten stechen in häufig nicht seetauglichen Booten aus nordafrikanischen Ländern wie Libyen und Tunesien in See in der Hoffnung, Europa zu erreichen.

Eine staatlich organisierte Rettungsmission gibt es nicht. Lediglich die Schiffe privater Seenotretter halten Ausschau nach in Not geratenen Menschen. Seit Beginn des Jahres wurden laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits 1980 Tote oder Vermisste bei Versuchen, das Mittelmeer zu überqueren, gemeldet. (epd/ gab)

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