Mit gespitztem Rotstift das Budget gekürzt
Zwei Themen haben die Synode der Evangelischen Landeskirche Thurgau geprägt: Das Budget und die neuen Regeln für den Konfirmationsunterricht. Während Letzteres an der Sommersynode weiterverhandelt werden muss, wurde das angepasste Budget gutgeheissen.
Mit grossem Mehr nahm die 100-köpfige Synode das Budget 2024 mit einem Verlust von 146'000 Franken an. Ursprünglich hatte der Kirchenrat einen Voranschlag mit einem budgetierten Verlust von 371'000 Franken vorgelegt. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) fand jedoch einige Möglichkeiten zum Sparen, die Synode ging darauf ein.
So wurde die Teilnahme am Projekt Sunday Playlist gestrichen. Mit insgesamt 60'000 Franken über drei Jahre hätte sich die Thurgauer Landeskirche an einem Gesamtprojekt der Ostschweizer Landeskirchen beteiligt. Mit einem Band- und Songwritingwettbewerb hätten junge Musikerinnen und Musiker gefördert werden sollen.
Neben anderen Einsparungen wird auch auf die Gesprächssynode 2024 verzichtet. Doch die Synode sparte nicht nur: Sie stockte auch das Pensum für die Asylseelsorge von 20 auf 50 Prozent auf.
Am meisten zu reden gab die Motion «Organisation des Konfirmationsjahres». Neben Pfarrerinnen und Pfarrern sollen auch andere Personen den Konfirmationsunterricht durchführen können – sofern sie entsprechend ausgebildet sind. Diese Personen sollen auch den Konfirmationsgottesdienst leiten können. Das war unbestritten, doch andere Punkte wurden so ausgiebig diskutiert, dass das Geschäft nicht zu Ende gebracht werden konnte.
Der Kirchenrat mit Präsidentin Christina Aus der Au wurde wiedergewählt, Hanspeter Rissi anstelle von Urs Steiger in die EKS-Synode delegiert und Hanspeter Heeb aus dem Kirchenrat verabschiedet. (dst)