Regenwald

Referendum gegen Mercosur-Abkommen gestartet

Die Allianz gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den südamerikanischen Mercosur-Staaten hat ihre Referendumskampagne vorgestellt. Das Bündnis kritisiert die ökologischen und sozialen Folgen des Abkommens.

Ein Bündnis aus Umweltorganisationen und linken Parteien hat das Referendum gegen das Freihandelsabkommen der Schweiz mit den Mercosur-Staaten lanciert. Es warnt vor negativen Folgen für den Amazonas-Regenwald, die Menschenrechte und die Schweizer Landwirtschaft.

Die Abschaffung von Zöllen auf Soja und Fleisch könnte die Abholzung des Regenwalds weiter beschleunigen, kritisierte SP-Nationalrat Fabian Molina. Das Abkommen enthalte keine ausreichenden Vorschriften, um Importe aus gerodeten Gebieten zu verhindern.

Auch die Schweizer Landwirtschaft könnte unter Druck geraten. In den Mercosur-Staaten gälten weniger strenge Tierhaltungsstandards, erklärte Grünen-Nationalrätin Meret Schneider. Zudem befürchtet das Bündnis eine Zunahme von Landkonflikten und Vertreibungen indigener Bevölkerungsgruppen.

Das Parlament hatte dem Abkommen in der Herbstsession zugestimmt. Es soll Schweizer Unternehmen jährliche Zolleinsparungen von rund 150 Millionen Franken ermöglichen. Zum Ausgleich möglicher Nachteile für die Landwirtschaft wurden 517 Millionen Franken über sechs Jahre bewilligt.

Der Allianz gehören unter anderem Public Eye, Voices, die Grünen und die SP an. Bis zum 21. Januar 2027 muss sie 50'000 gültige Unterschriften sammeln. (sda/ hz)

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