Graubünden
Mehr Spielraum für Gemeinden
In der Debatte über das neue Kirchgemeindegesetz gab es im Evangelischen Grossen Rat zwar vereinzelt Kritik – zum Beispiel an der Minimalgrösse eines Pfarramts von 50 Stellenprozenten. Im Grossen und Ganzen waren sich die Räte aber einig und hiessen das Gesetz ohne Gegenstimme gut, wie in einer Mitteilung steht.
Mit dem neuen Gesetz will die Landeskirche die Gemeinden fit für die Zukunft machen (ref.ch berichtete). Es sieht unter anderem Lockerungen bei der Wohnsitzpflicht für Kirchenbehörden sowie bei Gottesdiensten und Kasualien vor. Zudem sollen Pfarrpersonen von bestimmten Aufgaben entlastet werden.
Zu einem Wechsel kommt es im Kirchenrat. Neu in die Exekutive gewählt wurde Barbara Grass. Die 56-jährige Betriebswirtschafterin bringt Kenntnisse der landeskirchlichen Strukturen sowie Erfahrung aus den Bereichen Organisationsentwicklung, Führungs-Coaching und Projektmanagement mit. Grass tritt ihr Amt per 1. Januar 2025 an. Mit Bestresultat im Amt bestätigt wurden Erika Cahenzli als Kirchenratspräsidentin und Dekan Thomas Müller als Vizepräsident, wie es in der Mitteilung heisst.
Verabschiedet wurde hingegen der langjährige Kirchenrat Frank Schuler. Er war unter anderem federführend bei der Erarbeitung der neuen Kirchenverfassung und deren Umsetzung in insgesamt 14 Gesetzesprojekten. Schuler scheidet aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus dem Kirchenrat aus.
Abgenommen wurde das Budget 2025. Es rechnet mit einem geringen Minus von rund 5000 Franken. Aufgrund eines Mitgliederrückgangs von 3,5 Prozent sei mit einer deutlichen Einbusse bei den Steuereinnahmen zu rechnen, wird Finanzchef Hanspeter Wildi zitiert. (no)