Synode berät über zukunftsweisendes Gesetz
Mehr Spielraum für Gemeinden, damit sie fit für die Zukunft werden können: Das ist das Ziel des Kirchgemeindegesetzes. Es befindet sich zurzeit in der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden in Vernehmlassung (ref.ch berichtete). Die Synode hat den Entwurf des Kirchenrats diskutiert.
Es ist mit 106 Artikeln das umfangreichste Gesetz im Rahmen der Umsetzung der neuen Kirchenverfassung, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Es solle ein vielfältiges Gemeindeleben ermöglichen und sichern, wird Kirchenrat Frank Schuler zitiert.
Trotz sinkender Mitgliederzahlen solle daran festgehalten werden, dass einer Kirchgemeinde pro 700 oder 800 Mitgliedern eine Vollzeitpfarrstelle zusteht, heisst es weiter. Die Synode empfahl, den Religionsunterricht eng ans Pfarramt zu binden, aber von der Stellenbemessung zu trennen. Nach Meinung der Synode würde das in erster Linie kleinen Gemeinden mehr Planungssicherheit verschaffen. Voraussichtlich im November wird der Evangelische Grosse Rat die Vorlage beraten und verabschieden. (dst)