Krieg im Nahen Osten

Mehr als 10’000 Frauen im Gaza-Streifen getötet

Im Krieg im Gaza-Streifen sind bereits tausende Frauen ums Leben gekommen. Die anderen leiden unter Hunger, fehlendem Trinkwasser und katastrophalen hygienischen Bedingungen.

Frauen und Kindern sind vom Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas besonders betroffen. Im Gaza-Streifen sind laut UN Women seit Beginn des Nahost-Krieges schätzungsweise über 10’000 Frauen getötet worden. Darunter seien ungefähr 6’000 Mütter gewesen, sagte Susanne Mikhail, Regionaldirektorin der UN-Frauenorganisation in den arabischen Staaten.

19’000 Kinder hätten dadurch ihre Mutter verloren, hiess es. Mehr als eine Million palästinensische Frauen und Mädchen in dem Gebiet am Mittelmeer litten unter katastrophalem Hunger und hätten fast keinen Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, funktionierenden Toiletten oder fliessendem Wasser. Das sei lebensbedrohlich.

Der Zugang zu sauberem Wasser sei vor allem für stillende Mütter und schwangere Frauen von grosser Bedeutung. Sie hätten einen höheren Tagesbedarf an Wasser und Kalorien. Sauberes Wasser sei auch entscheidend dafür, dass Frauen und Mädchen ihre Menstruationshygiene in Würde und Sicherheit erledigen könnten.

Die Frauen hätten einen hohen Preis für den Krieg zwischen der Terrorgruppe Hamas und Israel zu zahlen, sagte die Regionaldirektorin von UN Women. Die Hamas hatte Israel am 7. Oktober massiv angegriffen. Daraufhin startete Israels Armee ein Bombardement des Gaza-Streifens und drang später in das Gebiet ein, um die Hamas zu vernichten. (epd/ no)