Krieg im Nahen Osten

Sieben Mitarbeiter einer Hilfsorganisation getötet

Im Gaza-Streifen sind bei einem Angriff sieben Beschäftigte von World Central Kitchen (WCK) ums Leben gekommen. Die Organisation erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel.

Ein Konvoi der amerikanischen Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) ist im Gaza-Streifen unter Beschuss geraten. Dabei starben sieben Mitarbeiter. In einer Erklärung warf die Organisation mit Sitz in Washington der israelischen Armee vor, für den Tod der Helfer verantwortlich zu sein. Demnach waren die Mitarbeitenden in zwei mit WCK-Logo gekennzeichneten gepanzerten Autos und einem weiteren Fahrzeug unterwegs, als sie getroffen wurden.

Den Angaben zufolge hatten die Teammitglieder gerade ein Lagerhaus in der Ortschaft Deir al-Balah verlassen, wo mehr als 100 Tonnen Hilfsgüter entladen worden seien. Der Konvoi sei trotz der Koordination mit der israelischen Armee getroffen worden, hiess es. Als Reaktion auf den Angriff seien die Einsätze von World Central Kitchen in der Region ausgesetzt worden.

Die getöteten Beschäftigten kamen den Angaben zufolge aus Australien, Polen, Grossbritannien und den palästinensischen Gebieten. Zudem sei eine Person mit US-kanadischer Staatsbürgerschaft unter den Toten. Die Geschäftsführerin der Organisation, Erin Gore, sprach von einem unverzeihlichen Angriff.

Der jüngste Krieg im Nahen Osten begann nach der Terrorattacke der radikal-islamischen Hamas gegen Israel am 7. Oktober. Als Reaktion überzog Israel den Gaza-Streifen mit einem massiven Bombardement, drang mit Truppen in das Gebiet ein und verhängte eine komplette Blockade. Bei den Kämpfen geraten immer wieder auch Helferinnen und Helfer unter Beschuss. So kamen allein mehr als 170 Mitarbeitende des UN-Palästinenserhilfswerks ums Leben. (epd/ pef)