Immobilien
Kritik an Betrieb der Bergkirche Rigi Kaltbad
Die kleine Bergkirche auf der Rigi steht am Wanderweg. Früher machten manche Passanten eine Pause auf der Empore. Seit April ist das nicht mehr möglich: Eine Privatschule hat sich in dem Gebäude eingemietet. Besitzer der Kirche ist ein Landwirt aus Luzern, der Ende 2025 die Immobilie gekauft hatte: Die reformierte Kirchgemeinde Luzern hatte sie angeboten, weil eine teure Sanierung anstand und sie die Kirche kaum mehr nutzte (ref.ch berichtete).
Am neuen status quo gibt es nun öffentliche Kritik, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Ein ehemaliger Luzerner Denkmalpfleger stört sich daran, dass die Bergkirche für Wandernde nicht mehr zugänglich ist. Er vertritt den Standpunkt, dass damit die «ursprüngliche Idee des Gebäudes» verloren gegangen sei.
Der ehemalige Denkmalpfleger kritisiert den Verkaufsprozess und wirft der Kirchgemeinde vor, keine Fachleute für Architekturgeschichte und Sakralbauten beigezogen zu haben.
Sonja Döbelin, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Luzern, betont gegenüber der Zeitung, dass die Kirche auch nach dem Verkauf weiterhin ein Ort für Bildung, Kultur, Gemeinschaft und Spiritualität bleibe. Die Privatschule nutzt die Räumlichkeiten an 265 Tagen im Jahr. Die restlichen 100 Tage steht die ehemalige Kirche für Veranstaltungen zu Verfügung. Der neue Besitzer der Immobilie erklärt, der Verkaufsprozess sei transparent und eng vom Denkmalschutz begleitet gewesen. (dst)