Kongo

28 Millionen Menschen von Hungerkrise betroffen

Im Kongo leiden laut den Vereinten Nationen so viele Menschen an Hunger wie nie zuvor. Gewalt, Armut und steigende Preise verschärfen die Lage. Besonders betroffen sind die Konfliktregionen im Osten.

Laut den Vereinten Nationen leiden derzeit rund 28 Millionen Kinder, Frauen und Männer unter akutem Hunger. Das sind so viele wie noch nie, teilten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und das Welternährungsprogramm WFP mit.

Die Zahl der hungernden Menschen sei laut einer Analyse seit Dezember 2024 um 2,5 Millionen gestiegen. «Die humanitäre Lage in der Demokratischen Republik Kongo verschlechtert sich in alarmierendem Tempo», sagte Eric Perdison, WFP-Regionaldirektor für das südliche Afrika.

Die anhaltende Gewalt im Osten des Landes, wirtschaftliche Instabilität und ein Anstieg der Nahrungsmittelpreise hätten Millionen Menschen in Gefahr gebracht. Binnenvertriebene gehörten zu den am stärksten betroffenen Menschen. Den Analysen zufolge seien mehr als zwei Millionen Vertriebene von akutem Hunger betroffen.

Besonders schlimm sei die Lage in den von Konflikten heimgesuchten östlichen Provinzen, wo Familien den Zugang zu ihrem Vieh und ihren Lebensgrundlagen verloren hätten. Bewaffnete Zusammenstösse machten dort die Nahrungsmittelproduktion und den Handel unmöglich. Der Zugang humanitärer Helfer zu den Bedürftigen sei eingeschränkt.

Im Osten des Kongos kämpfen die M23-Milizen gegen die reguläre Armee. Das Gebiet ist reich an Bodenschätzen. (epd/ hz)

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