Demokratische Republik Kongo

Gewalt im Ostkongo: Präsidententreffen in Katar

Zum ersten Mal seit über einem Jahr verhandeln die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda über einen Waffenstillstand im Ostkongo. Dabei geht es um die M23-Miliz, die grosse Teile der rohstoffreichen Region kontrolliert.

Angesichts der Gewalt im Ostkongo sind die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas zu Gesprächen zusammengekommen. Bei dem ersten Treffen seit mehr als einem Jahr bekräftigten Felix Tshisekedi und Paul Kagame ihr Bekenntnis zu einem Waffenstillstand, wie sie in einer gemeinsamen Erklärung mit Gastgeber Katar mitteilten.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo toben seit Jahrzehnten Kämpfe zwischen Rebellen, Milizen und der Armee um Macht und die Kontrolle über die reichen Bodenschätze. Die Demokratische Republik Kongo beschuldigt das Nachbarland Ruanda, die M23-Miliz zu unterstützen. Die M23-Rebellen haben grosse Teile der rohstoffreichen Provinzen Süd- und Nord-Kivu eingenommen, zuletzt auch die Millionenstädte Goma und Bukavu.

Dabei sind auch drei Mitarbeitende des Hilfswerks der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz ums Leben gekommen. Sie befanden sich während eines humanitären Einsatzes im Krisengebiet.

Auch mehrere UN-Berichte belegen die Unterstützung der Rebellengruppe durch Ruanda. Die Regierung in Kigali hat dies jedoch immer bestritten. Das Verhältnis zwischen den beiden Staatschefs war zuletzt eisig, das Treffen in Katar wurde daher als positives Zeichen gewertet.

Ein in Angola anberaumtes Treffen zwischen M23 und der kongolesischen Regierung wurde indes abgesagt. Versuche, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, waren bislang gescheitert. Die Gespräche zur Befriedung der Region sollen jedoch fortgesetzt werden, hiess es in der gemeinsamen Erklärung der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Katar. (epd/ pef)

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