Klimabewegung zieht in Kirche Wipkingen ein

Der Verein Klimastreikräume kann die Kirche Wipkingen und ihre Umgebung zwischennutzen. Die Kirche soll dadurch zum offenen Treffpunkt für Menschen werden, die sich mit Klimafragen auseinandersetzen.


Die reformierte Kirchgemeinde Zürich stellt dem Verein Klimastreikräume die Kirche Wipkingen befristet zur Verfügung, heisst es in einer Medienmitteilung vom 10. Juli. Der Verein suchte Versammlungsorte für Bildung, Vernetzung und Zusammenarbeit. Nun will er in Wipkingen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Strategien für eine nachhaltige Lebensweise entwickeln. «Wir suchen einen möglichst lebendigen Austausch mit einer breiten Bevölkerungsschicht», sagt Annik Färber, Co-Präsidentin des Vereins, in der Medienmitteilung. Neben eigenen Veranstaltungen sind auch Klimaanlässe Dritter geplant.

Kirche hofft auf Impulse

Die Kirche wolle mit der Zwischennutzung «jungen Menschen die Chance bieten, an einem Ort eigenverantwortlich an ihrer Zukunft und ihren Zielen zu arbeiten». Man hoffe auch auf Impulse aus der Klimabewegung. «Der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung, also den nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensraum, verbindet die Klimabewegung und die reformierte Kirche», so Michael Braunschweig, Vizepräsident der Kirchenpflege.

Die Kirche Wipkingen wurde 1909 erbaut und ist seit 2018 geschlossen. Zuvor war sie nur noch alle zwei Wochen genutzt worden, weil die Kirche immer weniger Besucher hatte.

Die Zwischennutzung ist vorerst auf zweieinhalb Jahre befristet. Ende August wollen der Verein Klimastreikräume und die reformierte Kirchgemeinde Zürich das neue Programm vorstellen. (mos)