Klima-Allianz fordert konkrete Massnahmen
Die Schweiz soll sich anderen Ländern anschliessen, die konkrete Massnahmen ergreifen für die «klimaverträgliche Umlenkung der Finanzflüsse». Dazu ruft die Klima-Allianz Schweiz in einer Medienmitteilung vom 3. November auf. Als Beispiel nennt die Allianz Grossbritannien, das heute Pläne für einen klimafreundlichen Finanzplatz bekannt gegeben hat. Ziel sei eine kohlenstofffreie Wirtschaft, wozu Finanzinstitute und börsennotierte Unternehmen beitragen müssten.
Zudem wird Grossbritannien gemeinsam mit anderen Ländern an der UN-Klimakonferenz eine Erklärung veröffentlichen, die fordert, dass öffentliche Gelder nicht mehr in fossile Energie fliessen.
Die Schweiz sei da noch zu wenig weit. «Während Grossbritannien Pläne darlegt, wie London zum ersten klimaverträglichen Finanzplatz der Welt werden soll, produziert die Schweizer Regierung nach wie vor viel heisse Luft», so Christian Lüthi, Geschäftsleiter der Klima-Allianz Schweiz. Der Bundesrat wiederhole bloss die Absicht, den Schweizer Finanzplatz zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen machen zu wollen. Doch die Selbstverantwortung der Finanzinstitute werde da nicht ausreichen.
Die Klima-Allianz fordert deshalb unter anderem, dass die Schweiz die direkte und indirekte Finanzierung fossiler Energie beende, dass die Nationalbank die Klimakrise bei ihrer Anlagepolitik berücksichtige und die Schweiz den Klimaschutz in armen Ländern finanziere.
Weil die Schweiz zu wenig tue, prüfe die Allianz die Lancierung einer Volksinitiative für einen klimafreundlichen Finanzplatz. Die Klima-Allianz Schweiz ist ein Bündnis von über 110 zivilgesellschaftlicher Organisationen für den Klimaschutz. Darin vertreten sind unter anderem auch Brot für alle, das Heks und die Evangelischen Frauen Schweiz. (mos)