Kirchlicher Verein empfiehlt Ja zur Fair-Food-Initiative

Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» hofft, dass mit der Annahme der Initiative fairer und nachhaltiger Handel gefördert wird.


Der Vorstand von «oeku Kirche und Umwelt» empfiehlt im September für die Fair-Food-Initiative ein Ja in die Urne zu legen. Mit der Annahme würden Parlament und Bundesrat ermutigt, Sozial- und Umweltstandards bei Lebensmitteln besser durchzusetzen, argumentiert der Verein in einer Pressemitteilung vom 9. August.

Mit der Initiative solle auch der Import von Produkten aus grossen Monokulturen, Massentierhaltung oder aus Produktionen mit schlechten Arbeitsbedingungen beschränkt werden. Rund die Hälfte der Lebensmittel, die in der Schweiz konsumiert werden, wird laut oeku importiert. Standards, die für Schweizer Produkte bereits gelten, sollen so auch für Importe gelten. Seine Entscheidung begründet der Vorstand mit Grundwerten wie Nachhaltigkeit, Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität. Es brauche Länder, die vorangehen.

Eine Frage des internationalen Rechts

Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung der Initiative, da in der Schweiz bereits entsprechende Bestimmungen in Kraft sind und die Anwendung auf importierte Produkte zu Konflikten mit internationalen Abkommen führen könnte. Der Verein wiederum ist überzeugt, dass die Initiative flexibel genug sei, um auch internationalem Recht gerecht zu werden.

Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» wurde 1986 gegründet. Er berät gemäss Website die Schweizer Bischofskonferenz und den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund in ökologischen Fragen. Nach eigenen Angaben sind rund 600 Kirchgemeinden, kirchliche Organisationen und Einzelpersonen Mitglied im Verein. (pd)