Schaffhausen

Kirche investiert in die Zukunft

Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Schaffhausen will sich für die Zukunft rüsten. Dafür hat die Synode Geld für Projekte gesprochen. Trotzdem budgetieren die Verantwortlichen mit Vorsicht – zu unklar sei die Lage in Zeiten der Pandemie.

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen fand in «hybrider Form» statt, wie die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung vom 29. Januar schreiben. Will heissen, dass sich einige Mitglieder vor Ort in der Zwinglikirche trafen und andere online daran teilnahmen.

Dabei waren auch zukunftsfähige Strukturen für Kirchgemeinden Thema. Eine Mitgliederanalyse habe gezeigt, dass die Kirche für die Zukunft «Veränderungen aufgleisen müsse», so die Kommunikationsverantwortliche Doris Brodbeck gegenüber ref.ch. Familien, Kinder und Menschen um die 30 Jahre sollen besser angesprochen und in die Kirche eingebunden werden. Um solche Veränderungen anzustossen, beschloss die Synode die Äufnung eines Zukunftsfonds. Mit diesem werden Kirchgemeinden eigene Projekte initiieren und umsetzen können.

Gleichzeitig berichtete die «Arbeitsgruppe Strukturen» von ihrer Arbeit. Läuft alles nach Plan, sollen noch im Frühjahr dem Kirchenrat und den Kirchgemeinden Veränderungsvorschläge zur Vernehmlassung vorgelegt werden.

Pandemie führt zu vorsichtiger Budgetplanung

Ohne Diskussionen genehmigte die Synode das Budget. Die erwarteten Steuereinnahmen wurden mit 4,1 Millionen Franken allerdings «zurückhaltend» budgetiert. Als Grund nannte der Finanzreferent Richard Rickli, dass die Auswirkungen der Pandemie noch nicht absehbar seien. Dennoch wurde entschieden, den Betrag für die Medienarbeit um rund 76'000 Franken aufzustocken. Damit will der Kirchenrat einerseits die Fernsehgottesdienste im Schaffhauser Fernsehen weiterführen. Andererseits sollen die Autorinnen und Autoren von Medienbeiträgen, etwa die Sprecherinnen von Radio- und Fernsehbeiträgen, besser entschädigt werden.

Zu personellen Veränderungen kommt es in der Geschäftsprüfungskommission: Bettina Hitz-Bovey ersetzt den zurücktretenden Rinaldo Taraborrelli. Die Versuchsphase für das Stellvertretungspfarramt, das von Pfarrerin Daniela Scherello aus Hallau betreut wird, wurde verlängert. Weiter gab die Kirchenrats-Vizepräsidentin Sabine Dubach ihren Rücktritt auf die Sommersynode bekannt. Der Finanzreferent Richard Rickli wird auf Ende Jahr zurücktreten. (mos)