Schaffhauser Kirche macht mehr Gewinn als budgetiert

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen verabschiedete die Rechnung 2019. Dabei konnte sie auch Rückstellungen für die Angebote in der Corona-Zeit machen. Jüngere hätten sich dabei individuellere Ansätze gewünscht.


Die Rechnung der Schaffhauser Reformierten schloss mit 542’000 Franken im Plus und liegt damit weit über dem Budget, wie es in einer Medienmitteilung vom 26. Juni heisst. Einerseits waren die Steuereinnahmen höher als budgetiert, andererseits die Ausgaben tiefer, da einige Stellen nicht besetzt waren, teilte Doris Brodbeck, Kommunikationsverantwortliche der Evangelisch-reformierten Kirche Schaffhausen, auf Nachfrage von ref.ch mit.

Da die Rechnung erst im März gemacht wurde, konnten von dem Überschuss 100’000 Franken für die Gottesdienst-Ersatzangebote in der Corona-Zeit zurückgestellt werden. Der Finanzreferent warnte aber auch, dass die Corona-Krise Auswirkungen auf die Steuereinnahmen haben könnte. Dadurch würde sich die finanzielle Lage der Kirche verschlechtern.

Individuelle Corona-Angebote gefragt

Der Kirchenrat präsentierte auch erste Ergebnisse einer Umfrage zu den Erfahrungen der Corona-Zeit. Jüngere Menschen hätten sich dabei individuellere Angebote von der Kirche gewünscht. Doris Brodbeck präzisierte, dass es dabei weniger um Angebote zum Mitmachen gehe, sondern eher um spirituelle Impulse zum Zuhören oder Lesen.

Das Konzept der Kirchenentwicklung wurde mit wenigen Gegenstimmen angenommen. Zudem soll 2021 eine Aussprachesynode Freiraum für Neuerungen schaffen. Hansueli Scheck wurde neu in die GPK gewählt, er ersetzt den zurücktretenden Stefan Leistner Baumgardt. In der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) wird ab Ende Jahr Kirchenratsschreiberin Gabriele Higel Schaffhausen vertreten. Als ihre Stellvertretung wurde Cornelia Busenhart gewählt. (mos)