Freiburg
Nach Bus-Brand: Ökumenische Andacht in Kerzers
Ihre «innigsten Gebete» und ihre «tiefe Solidarität» gälten den Familien der Menschen, die beim Brand eines Linienbusses in Kerzers FR ihr Leben verloren oder verletzt wurden. Das schreiben die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg und die Katholische Kirche Freiburg in einer gemeinsamen Mitteilung. In der reformierten Kirche in Kerzers findet am Mittwoch um 19 Uhr eine ökumenische Gebets- und Andachtsfeier statt.
Beim Brand eines Postautos am Dienstagabend starben sechs Personen, fünf wurden verletzt. Die Polizei ermittelt die Umstände der Katastrophe. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte der Freiburger Staatsanwalt Raphael Bourquin: «Es deutet nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin.»
Laut einem Zeugen sei ein Mann mit zwei Taschen in den Händen in den Bus eingestiegen, ergänzte Bourquin. Im Bus habe er sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und sich angezündet. Die Staatsanwaltschaft hat mit dem Umfeld des Mannes gesprochen. Bourquin sagte: «Er galt als Person, die am Rand der Gesellschaft lebte und psychische Probleme hatte.»
Christoph Wieland, Oberamtmann des Seebezirks, sagte an der Pressekonferenz, dass an der Unglücksstelle ein Ort des Gedenkens eingerichtet worden sei. Dort könne man Blumen niederlegen und sich in ein Buch eintragen. Am späteren Nachmittag werde in der Gemeinde ein Moment des Gedenkens durchgeführt. (dst)