Krieg im Nahen Osten

Israel: Huthi-Miliz soll Streumunition einsetzen

Die Huthi-Rebellen haben sich hinter die Terrororganisation Hamas gestellt und greifen regelmässig Israel an. Nun soll die von Iran unterstützte Miliz Streumunition verwendet haben.

Bei dem jüngsten Raketenangriff auf Israel hat die Huthi-Miliz im Jemen nach israelischen Informationen vermutlich erstmals Streumunition eingesetzt. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine kürzlich abgefeuerte Rakete höchstwahrscheinlich verschiedene weitere Sprengkörper enthielt, die beim Einschlag explodieren sollten, teilte ein Repräsentant der Luftwaffe mit.

«Dies ist das erste Mal, dass eine solche Rakete aus dem Jemen abgefeuert wird», sagte er. Israels Luftverteidigung könne Munition dieser Art jedoch abwehren.

Die Huthi hatten mitgeteilt, sie hätten erneut den internationalen Flughafen bei Tel Aviv angegriffen. Auch in der Küstenmetropole Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Rakete war aber laut Armee noch in der Luft zerbrochen.

Nach Angaben von Amnesty International hatte auch der Iran während des zwölftägigen Krieges mit Israel im Juni Streumunition gegen den jüdischen Staat eingesetzt und damit das humanitäre Völkerrecht verletzt.

Seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 greifen Mitglieder der jemenitischen Huthi-Miliz Israel regelmässig mit Raketen und Drohnen an, um ihre Solidarität mit der islamistischen Hamas auszudrücken. Israels Luftwaffe reagierte wiederholt mit Luftangriffen auf Ziele der Miliz im Jemen. Sowohl die Huthi-Miliz als auch die Hamas im Gazastreifen sind Verbündete des Irans.

Auch am Wochenende griff Israels Luftwaffe Berichten zufolge Ziele im Jemen an. Augenzeugen berichteten von schweren Explosionen in der Hauptstadt Sanaa. Die Angriffe hätten unter anderem eine Ölanlage und ein Kraftwerk getroffen, wo Flammen und Rauch zu sehen waren. Ob es Tote oder Verletzte gab, blieb zunächst unklar. Israels Militär äusserte sich zunächst nicht. (sda/ dst)

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