Iran
Unicef fordert Freilassung festgenommener Kinder
Alle während der jüngsten Unruhen im Land festgenommenen Kinder sollen freigelassen werden. Das fordert Unicef von der iranischen Regierung. Die negativen Auswirkungen von Haft und Inhaftierung auf Kinder seien gut dokumentiert, erklärte der Unicef-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Edouard Beigbeder.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen verwies auf Berichte, laut denen bei den Protesten gegen das Regime in Teheran auch zahlreiche Minderjährige festgenommen wurden. Die Zahl der inhaftierten Kinder und die Bedingungen der Haft können laut Unicef jedoch derzeit nicht überprüft werden.
Kinder und Jugendliche seien aber keine «kleinen Erwachsenen», sondern benötigten besonderen Schutz und Fürsorge, unterstrich Beigbeder. Der Unicef-Regionaldirektor rief dazu auf, die Inhaftierung von Kindern in jeglicher Form zu beenden. «Die Islamische Republik Iran ist Vertragspartei der Konvention über die Rechte des Kindes und verpflichtet, die Rechte von Kindern zu achten, zu schützen und zu gewährleisten», betonte er. (epd/ gab)