Iran

Cassis fordert Schutz der Zivilbevölkerung

Bei einem Treffen in Genf hat Bundesrat Ignazio Cassis Irans Aussenminister aufgefordert, die Zivilbevölkerung zu schützen und Grundfreiheiten zu achten.

Bundesrat Ignazio Cassis hat seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi in Genf aufgefordert, die Zivilbevölkerung zu schützen. Bei ihrem Treffen betonte er, wie wichtig es sei, die Grundfreiheiten zu achten.

Die beiden Minister haben unterschiedliche Sichtweisen anerkannt hinsichtlich der zahlreichen Opfer und Verhaftungen nach der jüngsten Niederschlagung der Proteste im Iran, wie der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in den sozialen Netzwerken sagte.

Mindestens mehrere Tausend Menschen wurden bei Protesten gegen das islamische Regime getötet. Die Zahlen variieren dabei stark (ref.ch berichtete). Das Regime spricht von knapp 3000 Toten, Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen liegen deutlich höher. Der «Guardian» berichtete von bis zu 30'000 Toten.

Cassis begrüsste die indirekten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, die in Genf unter Vermittlung Omans stattfanden. Er freut sich über die Möglichkeit einer neuen Gesprächsrunde zwischen Washington und Teheran – auch wenn noch keine genauen Angaben zu einem nächsten Treffen der Verantwortlichen beider Staaten gemacht wurden. (sda/ gab)

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