Synode

Innovationsfonds sorgt für Gesprächsstoff

Die Synode der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau durfte eine positive Jahresrechnung 2021 genehmigen. Zu reden gab ein neues Reglement für einen Fonds für innovative Projekte.

Die Synode der Thurgauer Landeskirche hat am 27. Juni über die Revision des Reglements zum sogenannten Mitfinanzierungsfonds debattiert. Mit Geldern aus dem Fonds unterstützt die Landeskirche innovative Projekte. Laut dem Kirchenrat musste das Reglement überarbeitet werden, weil einige Punkte darin «nicht ganz praktikabel» seien. Ein erster Entwurf des neuen Reglements war indes von der Geschäftsprüfungskommission abgelehnt worden.

In der Debatte über die inzwischen von der Exekutive überarbeitete Version störten sich einige Delegierten an einer Formulierung im Paragraph 3 des Reglements, wie es in einer Mitteilung heisst. Gelder aus dem Fonds sollen demnach ausschliesslich an klar umrissene und «kirchennahe» Trägerorganisationen gehen. Das Wort «kirchennah» sei jedoch juristisch nicht fassbar, argumentierte ein Synodaler. Ein anderer beantragte, das Wort ganz zu streichen. Der Version des Kirchenrates stimmte jedoch am Ende eine Mehrheit der Delegierten zu.

Einen Gewinn konnte die Landeskirche im Rechnungsjahr 2021 verbuchen. Da aufgrund der Corona-Pandemie nicht alle Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden konnten, fielen die Ausgaben geringer aus als budgetiert. Am Ende resultierte in der Jahresrechnung ein Gewinn von 468'000 Franken. (no)