Trockenheit
Schweizer Naturschutzgebiete leiden unter Hitzesommer
Die Hitzewellen im Sommer 2026 haben den Schweizer Naturschutzgebieten zugesetzt. Die Trockenheit machte etwa Mooren, Bächen, Bäumen und Seen zu schaffen, wie die Umweltschutzorganisation Pro Natura mitteilte.
Die Folgen waren zum Beispiel in der Moorlandschaft Rothenturm SZ ersichtlich. «Ich kümmere mich seit 2009 um diese Moore und habe sie noch nie so trocken gesehen», wird Pro Natura-Projektleiter Bastien Amez-Droz in der Medienmitteilung zitiert.
Eingriffe verhindern Schlimmeres
Das Amt für Wald Schwyz hatte zusammen mit Pro Natura und lokalen Baubetrieben im Bereich Regenerationsarbeiten durchgeführt, um die Wasserspeicherfähigkeit wiederherzustellen. Zumindest diese Bereiche blieben nach Angaben von Amez-Droz bis August noch feucht, sodass Libellen ihre Eier ablegen und sich die Watvögel ausruhen konnten.
Im Hochmoor Balmoos im Kanton Luzern fiel der Wasserstand um 15 bis 20 Zentimeter gegenüber dem Normalwert. Auch dort konnte Schlimmeres verhindert werden durch Regenerationsarbeiten.
Auch Bäume könnten Schaden nehmen
In manchen Pro Natura-Schutzgebieten wie in Martinet im Jura sind die Bäche komplett ausgetrocknet. In anderen Regionen floss zwar weniger Wasser, doch die Bäche sind nicht versiegt.
Beim Zustand der Bäume ist es für eine Bilanz noch zu früh. Wie viele Gehölze sich halten, nur mit Mühe überleben oder absterben werden, werde sich erst in ein bis fünf Jahren zeigen. Pro Natura sieht in der Wiederherstellung von Feuchtwäldern ein Mittel im Kampf gegen die Klimaerhitzung, wie es im Communiqué weiter heisst. (sda/ jow)