Hilfe beim Umgang mit Bettelnden
Darf man an bettelnden Menschen achtlos vorübergehen? Und wie sinnvoll ist es überhaupt, Geld zu spenden? Im Umgang mit bettelnden Menschen sind viele Passanten unsicher. Um Hilfestellung zu leisten, haben die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt, die Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt, die Caritas beider Basel und die Heilsarmee Basel nun eine neue Website aufgeschaltet, wie es in einer Mitteilung vom 2. Dezember heisst.
Die Homepage «Betteln in Basel» informiert über Hilfsangebote in Basel und gibt einen Überblick über die politische Debatte und die rechtliche Situation von Bettelnden. Zudem gibt es eine Rubrik, die Informationen über die Lebenssituation von Roma und Romnja bereitstellt.
Geld oder ein freundlicher Gruss
Die Website wolle aber auch «Anstösse zur Auseinandersetzung und zum Finden eines persönlichen Umgangs geben, der weder pauschalisiert noch wegschaut», heisst es in der Mitteilung weiter. In einer eigenen Rubrik sind daher Materialien und Links gesammelt, die nützliche Tipps für den Umgang mit bettelnden Menschen geben.
Zudem haben die Kirchen und Hilfsorganisationen die wichtigsten Informationen in einer Handreichung zusammengefasst. Darin heisst es unter anderem: «Ob wir uns entscheiden, Geld zu geben oder nicht: Ein freundlicher Blick, ein Gruss oder ein paar Worte können eine Wertschätzung ausdrücken. Begegnung hilft, Vorurteile abzubauen.»
50 bis 60 Bettelnde
Seit dem 1. September ist Betteln im Kanton Basel-Stadt nur noch eingeschränkt erlaubt. Laut Medienberichten betteln derzeit noch rund 50 bis 60 Menschen in der Stadt, darunter viele Roma und Romnja. (no)