Evangelischer Grosser Rat

Gute Zahlen in Graubünden

Die Bündner Kirche blickt auf ein finanziell gutes Jahr 2020 zurück. Allerdings will sie vorsichtig bleiben. Zudem beschloss der Evangelische Grosse Rat ein neues Gesetz über die Zulassung zum Pfarramt.

Bei der Frühjahrssitzung genehmigte der Evangelische Grosse Rat der Bündner Kirche die Rechnung 2020 einstimmig, wie es in einer Medienmitteilung vom 2. Juni heisst. Sie schloss mit rund 12'000 Franken im Plus. Ein ausserordentlich gutes Ergebnis, hielt Finanzchef Eugen Caduff fest, und dies trotz oder gerade wegen Corona.

So musste die Kirche 2020 auf viele Veranstaltungen verzichten. Ausserdem floss weniger Geld in die Renovation kirchlicher Bauten und in den Finanzausgleich. Gleichzeitig waren die Steuereinnahmen solide und die Vermögenserträge gut. Mit dem Ertrag wurden Rückstellungen getätigt, mehrere Redner mahnten denn auch zur finanziellen Vorsicht.

Weiter beriet das Kirchenparlament ein Gesetz über die Zulassung zum pfarramtlichen Dienst. Dies ist Teil der Umsetzung der neuen Kirchenverfassung. Damit wird geregelt, wer zu einem Pfarramt zugelassen wird und wie dies abläuft. So könnten auch rechtliche Unsicherheiten minimiert werden. Der Rat nahm die Vorlage mit 68 Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen klar an.

Einsatz für Frauenanliegen

Thema war auch der Finanzausgleich. Der Kirchenrat erwägt eine Neuregelung, damit auch bei weniger Geld ein vielfältiges Angebot möglich wäre. Zudem sollen falsche Anreize beseitigt werden. Als Nächstes wird eine Arbeitsgruppe mögliche Varianten prüfen.

Verabschiedet wurde Dekanin Cornelia Camichel Bromeis, für sie war es die letzte Sitzung. Ratspräsident Franz Rüegg würdigte ihren «weiten Horizont und Offenheit für Neuerungen» und ihren Einsatz für Frauen- und Genderanliegen sowie ihre Stellungnahmen in theologischen Fragen. Ab dem 1. August übernimmt Camichel Bromeis eine Pfarrstelle in der Zürcher Citykirche. Über ihre Nachfolge wird die Synode Ende Juni entscheiden. (mos)