Graubünden

Dekanin Cornelia Camichel Bromeis tritt zurück

Cornelia Camichel Bromeis leitet die Synode der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden seit sieben Jahren – als erste Frau in deren rund fünfhundertjährigen Geschichte. Nun hat sie per Ende Juli 2021 ihren Rücktritt angekündigt.

Cornelia Camichel Bromeis war Pfarrerin in Chur und Davos Platz und ist seit 2007 in der Leitung der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden tätig. 2014 wurde sie zur ersten Dekanin in der Geschichte der Bündner Kirche gewählt. Nun hat Camichel Bromeis per Ende Juli 2021 ihren Rücktritt bekannt gegeben, wie es in einer Mitteilung vom 28. Oktober heisst.

Als Dekanin habe Camichel Bromeis unter anderem die neue Bündner Kirchenverfassung mitgeprägt und in der Synode – der Versammlung der Bündner Pfarrpersonen – ein Konzept zur Prävention von Grenzverletzungen in die Wege geleitet. Der Öffentlichkeit ist sie auch als Sprecherin des «Pled sin via», des rätoromanischen «Wort zum Sonntag» auf SRF 1, bekannt. Seit Mitte 2016 sitzt sie zudem im Vorstand der Reformierten Medien, die auch das Nachrichtenportal ref.ch betreiben.

Laut Mitteilung ist Camichel Bromeis per 1. August 2021 als Pfarrerin an der Kirche St. Peter in Zürich vorgeschlagen. «Ich will wieder im Pfarramt herausfinden, was Kirche ausmacht – diesmal im säkularen Umfeld einer Grosstadtkirche», wird sie zitiert. Ihre Nachfolge wird an der Pfarrsynode von Ende Juni 2021 in Splügen bestimmt. (no)