Synode

Glarner Kirche budgetiert vorsichtig

Die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Glarus verbucht einen Gewinn, budgetiert für das kommende Jahr aber zurückhaltend – auch wegen eines hängigen Vorstosses der Jungfreisinnigen.

Corona dominierte die Versammlung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Glarus vom 12. November in doppelter Hinsicht. Zum einen mussten die Abgeordneten Geschäfte aus der verschobenen Frühjahrssynode nachholen. Zum anderen hatte die Pandemie direkte Auswirkungen auf die Jahresrechnung 2019 und das Budget 2021.

So schloss die Jahresrechnung zwar mit einem Plus von rund 100'000 Franken. Diesem Betrag habe man aber bereits 30'000 Franken als Rückstellung für Corona-Massnahmen entnehmen müssen, wie es in einem Bericht auf der Website der Kirche heisst.

Ungewiss sind die finanziellen Aussichten für das kommende Jahr. Hier orientierte sich die Landeskirche am Kanton, der die Prognose für die Steuereinnahmen um 5 bis 8 Prozent gesenkt hat. Das Budget 2021 geht deshalb von einem kleinen Verlust aus.

Abstimmung über Kirchensteuern vertagt

Eine zusätzliche Unsicherheit ist ein hängiger Vorstoss der Jungfreisinnigen, der die Abschaffung der Kirchensteuern für juristische Personen fordert. Eine Annahme durch das Glarner Stimmvolk hätte für die Kirche «einschneidende Konsequenzen», wie Quästor Daniel Jenny laut dem Bericht sagte. Über den Vorstoss sollte die Glarner Landsgemeinde eigentlich schon in diesem Jahr abstimmen. Weil die Versammlung aber wegen Corona abgesagt wurde, fällt die Entscheidung nun voraussichtlich im Mai 2021.

Weiter genehmigte die Synode Beiträge für mehrere Bau- und Sanierungsvorhaben in einzelnen Kirchgemeinden. Geld gibt es unter anderem für die Sanierung der Kirche in Mollis sowie für Restaurationen der Orgeln in der Stadtkirche Glarus und im Bergkirchli Braunwald. (no)