Globaler Gesundheitsfonds

70 Millionen Leben gerettet

Die Sterblichkeitsrate von Aids, Tuberkulose und Malaria ist laut dem Globalen Gesundheitsfonds um fast zwei Drittel gesunken. Aber die Fortschritte seien in Gefahr.

Im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria meldet der Globale Gesundheitsfonds mit Sitz in Genf den Meilenstein von 70 Millionen geretteten Leben seit seiner Gründung 2002. In weniger als einem Vierteljahrhundert sei die kombinierte Sterblichkeitsrate der drei Krankheiten um 63 Prozent gesenkt worden, erklärte der Fonds in seinem jährlichen Ergebnisbericht.

2024 habe man 2,7 Milliarden US-Dollar in Gesundheitssysteme und Krankheitsüberwachung in mehr als 100 Ländern investiert. Der Exekutivdirektor des Globalen Fonds erklärte: «Mit den richtigen Instrumenten, starken Partnerschaften und nachhaltigen Investitionen können wir den Kurs der globalen Gesundheit entscheidend zum Besseren verändern.»

Grosse Sorge macht allerdings die weitere Finanzierung der internationalen Gesundheitsprogramme. Vor allem nach der Einstellung der US-Entwicklungshilfebehörde USAID. Die Fortschritte der letzten Jahrzehnte stünden auf dem Spiel, mahnte der Fonds.

Sinkende internationale Finanzierung und miteinander verknüpfte Krisen – darunter Schuldenkrisen, Konflikte, Vertreibung und die Erosion von Menschenrechten – gefährdeten die Eindämmung von Aids, Tuberkulose und Malaria: «Millionen von Leben stehen auf dem Spiel.» Die achte Wiederauffüllung des Globalen Fonds in diesem Jahr sei daher ein entscheidender Moment für die globale Gesundheit. (epd/ gab)

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