Gebetstag für Ende der Corona-Krise

Der Weltkirchenrat (ÖRK) hat seine Mitglieder zu einem Gebetstag am 14. Mai aufgerufen. Dabei soll um Hilfe gegen das Corona-Virus gebetet werden - auch für Wissenschaftler.


Viele Menschen erlebten Angst, Unsicherheit, Traumata, Trennung, Isolation und sogar Tod in der eigenen Familie und Kirchengemeinde, sagte der amtierende ÖRK-Generalsekretär Ioan Sauca am 7. Mai. Durch den Gebetstag am 14. Mai unterstützen sich die Kirchen und Gläubigen gegenseitig und zeigten Einigkeit im Kampf gegen die globale Krise. Die Gläubigen sollten darum bitten, dass Gott Wissenschaftler inspiriere, ein Medikament gegen das Virus zu entwickeln.

14. Mai als Tag des Gebets, Fastens und Bittens

Der ÖRK bezieht sich auf einen Aufruf des «Ausschusses für menschliche Brüderlichkeit», dem er angehört. Der im August vergangenen Jahres gegründete Ausschuss der drei grossen monotheistischen Religionen hatte zuerst vorgeschlagen, den 14. Mai zum Tag des Gebets, Fastens und Bittens für die Menschheit zu erklären. Das Gremium entstand aus einer gemeinsamen Initiative von Papst Franziskus und dem Kairoer Gross-Imam Ahmad al-Tayyeb, der höchsten Autorität des sunnitischen Islams, nachdem beide ein Grundlagendokument über Brüderlichkeit und friedliches Zusammenleben unterzeichnet hatten.

Die Kirchen des 1948 gegründeten ÖRK repräsentieren rund 550 Millionen Gläubige. Die katholische Kirche ist kein Mitglied. (epd/mos)