Synode Freiburg
Definitiver Abschied vom Haus der Begegnung in Charmey
Das Haus der Begegnung in Charmey, ein Seminar- und Begegnungszentrum der reformierten Kirche Freiburg, ist nach fast 60 Jahren an einen Freiburger Unternehmer verkauft worden. «Ein emotionaler Moment», heisst es in einer Medienmitteilung zur Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Freiburg von Anfang Juni.
Während der Coronazeit war das Gruppenhaus in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Ein Projekt zur Sanierung und Neunutzung der Anlage war im letzten Jahr gescheitert. Ein Verkauf hatte sich wegen eines Rekurs der Kirchgemeinde Freiburg zunächst verzögert (ref.ch berichtete).
Unklar ist, was mit dem verbleibenden Saldo der Stiftung geschieht. Einzelne Stimmen forderten laut Mitteilung eine Rückerstattung an jene Kirchgemeinden, die das Haus über Jahrzehnte mitgetragen hatten. Der Synodalrat stellte in Aussicht, einen entsprechenden Vorschlag auszuarbeiten.
Der Synodalrat muss sich auch mit einer Motion befassen, die von der Synode überwiesen wurde. Diese sieht die Einführung von Co-Präsidien in Kirchgemeinden vor. Die Motionäre sehen darin laut Mitteilung ein «wichtiges Instrument zur Gewinnung und Förderung von Führungspersonen». Ein Antrag, erste Pilotprojekte zu starten, scheiterte hingegen.
Noch nicht diskutiert werden konnte die Einführung eines möglichen Stipendiensystems für den Quereinstieg ins Pfarramt, weil die von der Synode verlangte Prüfung durch den Synodalrat noch nicht abgeschlossen ist.
Die Jahresrechnung 2025 schloss bei einem Aufwand und Ertrag von rund 2,5 Millionen Franken mit einer schwarzen Null ab, budgetiert war ein Defizit von über 60'000 Franken. (gab)